Firmengeschichte

Vor über 35 Jahren hat Erich Hunger die Firma IML gegründet. Inzwischen hat sie sich zu einem international tätigen Familienunternehmen mit mehr als 60 Mitarbeitern entwickelt, das für Innovation, Präzision und Effizienz steht. Die Kernprodukte sind Holzprüfsysteme, für die IML heute die Marktführerposition einnimmt. Weitere Produktsparten von IML sind Dentalsysteme und die Fertigung von Präzisionsteilen.

Die Anfänge von IML – 1985 bis 1992

Die Firma IML entstand 1985 im Technologiepark der Universität Heidelberg. Zu Beginn bestand vor allem eine enge Kooperation mit der Wissenschaft, aus der erste Prototypen für die Bereiche Augendiagnostik und Holzuntersuchung hervorgingen.

Dabei wurden bereits 1985 zur Fertigung modernste CNC-Maschinen eingesetzt. 1992 entwickelte sich aus der Nähe zur Wissenschaft auch eine Zusammenarbeit mit Professor Dr. Claus Mattheck vom Karlsruher Institut für Technologie, dem Erfinder der Visual-Tree-Assessment-Methode (VTA), die bis heute anhält.

Die Entwicklung von Bohrwiderstandsmessgeräten

Zu den ersten Prototypen zählten unter anderem Geräte zur Bohrwiderstandsmessung. Die Bohrwiderstandsmethode wurde 1985 von Kamm & Voss zum Patent angemeldet (Patent Nr.: DE3501841A1). Unter Nutzung der Lizenz von Kamm hat IML mehrere Bohrwiderstandsmessgeräte bis zur Serienreife entwickelt. Die weltweit ersten kommerziell in Serie produzierten Bohrwiderstandsmessgeräte wurden von IML 1992 unter der Bezeichnung Densitomat hergestellt und mit Hilfe von Vertriebspartnern in Verkehr gebracht.

Schon diese frühen Bohrwiderstandsmessgeräte nutzten eine Bohrnadelführung über eine Art Teleskopsystem, deren grundlegendes Prinzip auch heute noch in den modernsten Geräten eingesetzt wird. Dieses gilt als eine der größten technischen Herausforderungen in der Geschichte von IML, da die Bohrnadel mit einem Durchmesser von 1,5 Millimetern am Schaft und 3 Millimetern am Bohrkopf sehr fein ist und dennoch stabil sitzen sowie sich gleichzeitig möglichst reibungsarm drehen können muss.

Holzprüfsysteme IML RESI B-Serie im Jahr 2010
IML RESI E-Serie im Jahr 2010
IML RESI M-Serie aus dem Jahr 2010

Die Entstehung der Produktsparten „Dentalsysteme“ und „Präzisionsteile“

Von Anfang an setzte IML zusätzlich zu Holzprüfsystemen auf weitere Produktgruppen. Während zunächst noch Geräte zur Augendiagnostik dazu zählten, etablierte sich 1992 die Produktsparte “Dentalsysteme”,

die in Kooperation mit verschiedenen Partnern entstand. Später kam die Fertigung von Präzisionsteilen hinzu. Auch in diesen beiden Kategorien geht IML stets mit der Zeit und bietet innovative sowie effiziente Lösungen an.

Erster IML-Artikulator aus dem Jahr 1992
IML-Arcon Artikulator “heute”
IM-Vollwertartikulator S24 “heute”
Fertigung von Präzisionsteilen
CNC-Dreh- und Frästeile mit kleinem wie auch mit großem Durchmesser in Serie

Ausbau zu einem international tätigen Unternehmen

Als IML 1993 den Firmensitz nach Wiesloch auf das Gelände “Großer Stadtacker” verlagerte, entstand bereits die erste Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern in Europa, USA und Kanada. Mit Übergang der weltweiten Patente der Bohrwiderstandsmethode (Kamm & Voss) in IML Besitz wurde der Vertrieb stetig weiter ausgebaut.

Heute arbeitet IML mit einem weltweiten Netzwerk von Vertriebspartnern, um eine Präsenz direkt vor Ort zu bieten und somit die Nähe zu den Kunden zu ermöglichen. Darüber hinaus hat IML seit 1997 eine Niederlassung in den USA und seit 2002 eine Niederlassung in Australien.

Wiesloch Großer Stadtacker

Einzug der Holzprüfsysteme in neue Berufsfelder

Während zu Beginn der Firmengeschichte das Interesse für die Holzprüfsysteme vor allem aus der Wissenschaft kam, finden die IML-Produkte heute in ganz unterschiedlichen Bereichen Anwendung: bei der Baumpflege, der Überprüfung von Holzspielgeräten, der Denkmalpflege und vielem mehr. In den frühen 2000ern machte IML die Bohrwiderstandsmessung für die Telekommunikationsbranche interessant,

die daraufhin erstmalig den Nutzen der Methode zur Überprüfung der Standsicherheit ihrer Holzmasten erkannte. Da dieses Gebiet für die Telekommunikationsbranche neu war, bot IML passende Kurse zum Umgang mit den Geräten an. So erweiterte sich das Portfolio zeitgleich um ein Serviceangebot, das der Auftakt für die heutigen IML-Seminare war.

Holzbrückenkontrolle
Holzmastkontrolle in USA
Spielplatzkontrolle
Erster Seminarraum von IML
Aktueller Seminarraum von IML bis zur Fertigstellung des neuen Seminar-Zentrums

Die Entwicklung des IML PowerDrill®

Ein besonderer Meilenstein gelang IML mit der Weiterentwicklung der bereits am Markt erfolgreichen elektronischen und mechanischen Geräte zu einem neuartigen Messgerät für die Holzuntersuchung, dem IML PowerDrill®. Beim IML PowerDrill® werden die Messdaten nicht nur elektronisch gespeichert und verarbeitet, sondern können mittels Software auch später genauer ausgewertet werden.

Zudem misst der IML PowerDrill® zusätzlich zum Bohrwiderstand die Vorschubkraft. Die Erweiterung um die von IML patentierte Vorschubkraftmessung ermöglicht es, noch präzisere Ergebnisse zu gewinnen. Mittlerweile sind sogar spezielle Ausführungen des IML PowerDrills® im Einsatz, mit denen Taucher Holzkonstruktionen unter Wasser prüfen können.

Weitere Expansion – 2012 bis heute

Mit steigender Nachfrage nach den Produkten stieg ebenso die Zahl der Mitarbeiter weiter kontinuierlich. Dementsprechend musste auch der Firmensitz mitwachsen. So zog IML 2012 auf ein 17.000 Quadratmeter großes Gelände in der Parkstraße in Wiesloch mit einem 5.500 Quadratmeter großen Büro- und Produktionsgebäude. Seit 2020 entsteht dort ein zusätzlicher Neubau mit 3.000 Quadratmetern Lagerfläche sowie ein 180 Quadratmeter großes Seminarzentrum mit Outdoor-Übungsplatz.

Das heutige Familienunternehmen

Heute sind bei IML mehrere Familienmitglieder in verschiedenen Bereichen eingebunden und führen die Firmenphilosophie zusammen mit dem gesamten Team fort, das aus über 60 Mitarbeitern besteht. Neben Erich Hunger gestalten seit den Jahren 2004 und 2012 insbesondere seine beiden Söhne Sebastian und Fabian Hunger die Zukunft von IML mit. Die Erfindung und Umsetzung neuer Techniken ist bei IML ohnehin immer Teamarbeit.