Die Pflicht zur Spielplatzkontrolle

Eine regelmäßige und fachgerechte Spielplatzkontrolle ist für verantwortungsbewusste Spielplatzeigentümer selbstverständlich, da ansonsten durch Nachlässigkeit schnell Unfälle passieren können und Kinder ernsthaft gefährdet werden. Aber es gibt in Deutschland auch eine gesetzliche Pflicht zur Spielplatzkontrolle. In den Nachbarländern wie Österreich und der Schweiz sind ähnliche Bestimmungen vorgegeben.

Der Spielplatzeigentümer ist zur Kontrolle verpflichtet

Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ist der Eigentümer eines Spielplatzes für die technische Sicherheit verantwortlich. Die Norm EN 1176 regelt, was für die technische Sicherheit unternommen werden muss und was Bestandteil einer fachgerechten Prüfung ist. Verstöße der Verkehrssicherungspflicht können laut § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches eine Schadensersatzpflicht nach sich ziehen.

Ein Spielplatzprüfer muss alle Mängel auf einem Spielplatz erkennen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Dazu gehören unter anderem:

  • scharfe Kanten
  • Splitter
  • hervorstehende oder zerbrochene Teile
  • Scherben und anderer Abfall
  • defekte Geräte
  • Verschleiß von Geräten oder Böden
  • Instabilität von Geräten
  • Giftpflanzen
  • Verrottung oder Korrosion

Sie sind Spielplatzprüfer oder interessieren sich für die Spielplatzkontrolle? Dann erfahren Sie hier mehr zum Thema Holzspielgerätekontrolle mit dem IML-PowerDrill®.

Holzschutz bei Spielgeräten von bedeutsamer Wichtigkeit

Holz ist ein beliebtes Material für Spielplatzgeräte. Bei Holz besteht aber die Gefahr einer Fäule oder innerer Schäden, die zu einer verminderten Standfestigkeit und somit zu Unfällen führen können. Daher sind schon im Vorfeld einige Maßnahmen zu berücksichtigen, die dem Holzschutz dienen und einer Fäule vorbeugen. Beispielsweise darf auf Holzoberflächen kein Wasserstau entstehen, weshalb diese ein Gefälle aufweisen oder abgeschrägt sein müssen. Auch eine Imprägnierung mit Holzschutzmitteln ist theoretisch möglich und wurde vor allem in der Vergangenheit praktiziert. Ein derartiger chemischer Holzschutz sollte jedoch bei Spielplatzgeräten heutzutage eigentlich keine Anwendung mehr finden.

Fachgerechte Kontrolle von Holzspielgeräten

Bei der regelmäßigen Spielplatzkontrolle spielt insbesondere die Überprüfung der Holzspielgeräte eine wichtige Rolle, die von einer sachkundigen Person durchgeführt werden muss. Jedoch ist eine Sichtkontrolle alleine nicht ausreichend. Denn wenn außen Pilzfruchtkörper zu sehen sind, ist der Holzdefekt bereits zu groß und eine Sicherheit nicht mehr gegeben. Die Innenfäule oder auch der Substanzverlust durch beispielsweise Wurmfraß ist dann schon so weit fortgeschritten, dass die Restwandstärke äußerst gering ist und das Holzspielgerät droht umzustürzen. Eine weitere Kontrollmöglichkeit stellt die Abklopfmethode dar. Dabei klopft der Kontrolleur mit einem Schonhammer an verschiedene Bereiche des Holzspielgerätes und bewertet anhand des Klanges den Zustand im Inneren des Holzes. Diese Methode dient allerdings lediglich der ersten Einschätzung und Lokalisierung von eventuell vorhandenen Faulstellen. Eine genaue Defektvermessung ist damit nicht möglich. Zudem kann das Abklopfen nicht an den Stellen des Holzes durchgeführt werden, die unterhalb der Erdgleiche liegen. Dabei ist gerade dort die Gefahr am höchsten, dass Pilze eindringen und das Holz zersetzen. Schließlich ist das der kritische Bereich, der im feuchten Untergrund steht.

Bohrwiderstandsmessung als Methode der Wahl bei der Holzspielgerätekontrolle

Zusätzlich zu einer Sichtkontrolle und der Abklopfmethode ist eine Bohrwiderstandsmessung ratsam, die den Zustand im Holzinneren eindeutig und objektiv wiedergibt. Bohrwiderstandsmessgeräte der IML-RESI Serie erfassen auch den Zustand des Holzes unterhalb der Erdgleiche. Mit integrierten Frontadaptern ist dies problemlos und ohne ein Freilegen des Pfostens möglich. Das Bohrwiderstandsmessgerät bohrt eine 3 mm dünne Nadel in das Holz und zeichnet den Bohrwiderstand auf, den es je nach Modell als Kurve auf einem Display oder auf wetterfestem Wachspapierstreifen unmittelbar anzeigt. Mit dem IML-RESI PowerDrill ist ein Pilzbefall häufig sogar noch genauer und früher zu bestimmen, da dieses Holzprüfsystem neben dem Bohrwiderstand noch die Vorschubkraft misst. Durch die Bohrwiderstandsmessung erkennt der Spielplatzprüfer rechtzeitig innere Schäden im Holz und kann entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, um unnötige Unfälle zu vermeiden.

Seminare zur sachgemäßen Bohrwiderstandsmessung

IML bietet Seminare zum Umgang der IML-RESI Bohrwiderstandsmessgeräte bei der Holzspielgerätekontrolle und der dazugehörigen Kurveninterpretation an. Schließlich sind die fachgerechte Anwendung der Holzprüfsysteme und die richtige Analyse der Messergebnisse ausschlaggebend für die realistische Beurteilung des Holzzustandes der Spielgeräte.

Quellen

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